Drei Stufen der Containerverfolgung
1. Containernummer im System der Reederei
Jeder Container hat eine Nummer (z. B. MSCU1234567), jede Sendung eine Konnossementnummer (B/L). Auf der Website der Reederei sehen Sie dazu Ereignisse: Annahme am Terminal, Verladung, Löschung, Auslieferung. Das ist keine Position auf der Karte. Ereignisse erscheinen verzögert, und zwischen zwei Häfen ändert sich tagelang nichts. Nach der Auslieferung – also auf Straße oder Schiene, wo die meisten Diebstähle passieren – endet die Information meist.
2. Smart Container der Reederei
Immer mehr Reedereien statten ihre eigenen Container mit IoT-Geräten aus. Am weitesten ist das bei Kühlcontainern: Laut dem CEO der DCSA hat Maersk fast alle seine Kühlcontainer ausgerüstet, MSC rund eine Viertelmillion. Hapag-Lloyd hat 2024 als erste Reederei die Verfolgung normaler Trockencontainer eingeführt und mehr als zwei Drittel dieser Flotte ausgerüstet. Die DCSA betont jedoch, dass die Einführung ungleichmäßig ist und die Systeme verschiedener Reedereien nicht immer miteinander kommunizieren.
Aus Sicht des Versenders gibt es Grenzen: Der Datenzugang hängt von der Reederei ab, jede hat ein eigenes Portal, und Geräte in Trockencontainern nutzen vor allem Mobilfunk – der laut ABI Research an Land gut funktioniert, auf See jedoch weniger.
3. Eigener Tracker am Container
Ein eigenes Gerät liefert eine von der Reederei unabhängige Sicht: eine Plattform für alle Reedereien, Positionen auch auf Straße und Schiene und vor allem Alarme – Türöffnung, durchtrenntes Plombenseil, Entfernen des Geräts, Ein- oder Ausfahrt aus einer Geozone.
Funktioniert GPS mitten auf dem Ozean?
Ein GPS-Empfänger funktioniert überall – das Problem ist die Übertragung der Position. Mobilfunkgeräte (4G, LTE-M) senden innerhalb der Netzabdeckung: im Hafen, in Küstennähe, an Land. Wenn Sie Positionen und Alarme auch während der Seereise brauchen, wählen Sie ein Gerät mit Satellitenverbindung, etwa die Plombe AT10G mit Iridium und 4G, die überall auf der Erde funktioniert.
Warum das wichtig ist
- Verluste auf See kommen vor. Laut World Shipping Council gingen 2025 auf See 1.478 Container verloren – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr (576). Das ist ein winziger Anteil der rund 280 Millionen transportierten Container, aber für den Ladungseigentümer zählt sein eigener Container.
- Diebstahl und Schmuggel passieren an Land. Am stärksten gefährdet sind Standzeiten: Terminal, Containerdepot, Parkplatz, Lager des Empfängers. Dort verschafft ein eigener Tracker mit Öffnungsalarm Zeit zum Reagieren.
- Streitfälle und Reklamationen. Der Verlauf von Positionen und Ereignissen zeigt, wo und wann der Container geöffnet wurde oder einen Stoß erhielt.
Welches Gerät passt
- Schnelle Montage per Magnet – AT410 (4G, IP66) meldet Position, Türöffnung und Entfernungsversuche.
- Zustand der Ladung – Tetis am Türscharnier alarmiert bei Öffnung und misst Temperatur, Feuchte, Licht und Stöße.
- Plombe und Tracker in einem – die solarbetriebene AT10K oder SolarGuardX 110 verschließt die Türen und alarmiert bei jedem Öffnungsversuch; das Solarmodul verlängert den Betrieb auf langen Strecken.
- Seereisen ohne Netz – AT10G mit Iridium-Satellitenverbindung.
Einen vollständigen Überblick finden Sie unter Überwachung von Frachtcontainern. Bevor Sie mehr Geräte kaufen, können Sie sie mit dem Starterset auf Ihrer eigenen Strecke testen. Siehe auch, wie sich eine elektronische von einer mechanischen Plombe unterscheidet.